Da war ich letztens beim Bauern, um knackig-frische Äpfel zu kaufen. Da richtet sich mein Blick auf kleine grüne Früchtchen, die ich, hätte ich’s nicht besser gewusst, als größere Kapern definiert hätte! Aber weit gefehlt! Die junge fesche Bäuerin erklärt mir, das sind Kiwi, die grad hinterm Haus am Strauch wachsen. Und weil ich ja immer alles ausprobieren muss (gerade die unglaublichsten Dinge!), und ich nur haarige braune Kiwi zuvor gekannt habe, habe ich mir doch glatt ein Schälchen dieser Kuriosität unter den Nagel gerissen! 
In der Tat: schnappt man sich einen solchen “Mini-Kiwi” hat man wohl für den restlichen Tag genug Vitamine getankt! Mir fällt dazu nur ein: Geschmacksexplosion vom Feinsten!
Kurz recherchiert und schon habe ich mehr über dieses Früchtchen erfahren: Der Anbau der Pflanzen (Scharfzähnige Strahlengriffel oder Actinidia arguta), ist noch nicht sehr verbreitet, da die Kiwai (also doch nicht ganz Kiwi) noch relativ unbekannt ist. Die wildwachsende Pflanze kommt hauptsächlich in Korea, Japan, Nordostchina bis ins Himalayagebirge und Sibirien vor. Kleinfruchtige Kiwisorten werden momentan eher als Zierpflanzen angeboten. Unter anderem ist die schlechte Haltbarkeit nach der Ernte ein Problem, das der kommerziellen Produktion im Wege steht. Es gibt jedoch Anbaugebiete in Bayern, Sachsen und anderen Gebieten in Deutschland, aus denen Früchte geerntet und verkauft werden. Es gibt auch weltweit Bemühungen die Früchte mehr auf den Markt zu bringen und kommerziellen Erfolg damit zu erzielen. So haben sich neben Europa auch in Südamerika, den USA und Neuseeland kleinere Anbauinitiativen gebildet.
Fazit: Im Meraner Land wachsen nicht nur Äpfel, Trauben, Kaki und Kiwi, sondern auch Kiwai. Wieder was gelernt - und lecker geschmeckt haben sie ausserdem!