Das Süsse Leben als Mail


Vorschau

 

Neueste Kommentare

Suchen und Finden

Fotogalerie

Dies ist ein Flickr Modul mit öffentlichen Fotos von Dolce Vita Wellness Hotels. Erstellen Sie hier Ihr Modul.

Beliebte Schlagwörter

RSS Feed abonnieren

Archiv der Kategorie ‘Bräuche und Riten‘

 
 

Die beliebte “Boznersauce”

Geschrieben von Georg Pirhofer, Hotel Paradies am 2. Mai 2008

Passend zur Spargelzeit verrät Jonas Prünster, Küchenchef im Dolce Vita Hotel Paradies,
das beliebte Saucen- Rezept die “Boznersauce”.
In Südtirol wird  diese sündhaft leckere Sauce zu weißen Spargeln mit Schinken serviert.

 smg-spargel.jpgUrheber: Frieder Blickle
                                                         Quelle: Südtiroler Marketing

Zutaten für Spargel mit Boznersauce:
(4 Personen)

  • 20 Stangen schön weißer Spargel
  • 6 hartgekochte Eier
  • 1 großer Bund Schnittlauch; fein schneiden
  • ein wenig Petersilie fein geschnitten
  • 150 ml Öl
  • 1 Tl Weinessig
  • Saft einer viertel Zitrone
  • 1 Tl. Senf; je nach Geschmack
  • Zucker, Salz
  • 1 harte Semmel

Zubereitung der Spargel:
Das Spargelende ca. 1 cm abscheiden und dann vom Stiel an zur Spitze schälen.
In einem großen Topf kaltes Wasser geben, eine große Prise Salz und einen Suppenlöffel
Zucker dazugeben. Die harte Semmel dazugeben. (Hilft Bitterstoffe zu beseitigen)
Die Spargel in das Wasser geben und langsam köcheln lassen.
Achtung, immer wieder mit einer Gabel prüfen ob die Spargel bissfest sind!
Spargeln mit einem Stielsieb herausnehmen. Das Spargelwasser kann man evtl. noch für einen Spargelrisotto oder einer Spargelcremesuppe verwenden!

Zubereitung der Sauce:
Die Eier hart kochen und leicht abkühlen lassen. Anschließend die Eier schälen und
Eigelb vom Eiweiß trennen. Das Eigelb mit einer Gabel oder mit den Fingern durch ein ganz feines Sieb streichen. Das Eigelb mit dem Öl verschlagen. Das Eiweiß fein hacken und zum Eigelb dazugeben. Mit Salz, Pfeffer,Essig und Zitronensaft würzen. Je nach
Geschmack könnten Sie die Sauce auch noch mit ein wenige Senf verfeinern.
Zum Schluß den Schnittlauch und die Petersilie unterheben.

Wer eine “leichte” Boznersauce lieber hat, kann auch noch ein ungesüßtes Naturjoghurt beimengen.

Die Spargel mit der Boznersauce anrichten.

In Südtirol serviert man dazu gekochten Schinken und Salzkartoffeln mit Butter.

  
Zu schwer oder Sie möchten mehr erfahren? Jonas Prünster lädt Sie herzlich zu seinen Kochkursen ein! Lernen Sie wie man schmackhafte Gerichte von Grund auf zubereitet und dies für das Auge schön präsentiert!
Wir wünschen einen Guten Appetit!

Mondfinsternis

Geschrieben von Karin, Dolce Vita Hotels am 21. Februar 2008

Mond am 20.02.2008 um 18.20 UhrAm gestrigen Abend hat wieder mal ein besonderes Schauspiel stattgefunden, das sich wohl erst im noch fernen Jahr 2015 erneut ereignen wird. Eingestimmt wurden die Südtiroler Astronomen mit wieder mal klarster Sicht und einem bizarren gelben Mond.  Die Mondfinsternis selbst (heute ab ca. 4.10 Uhr früh) hab ich ehrlich gesagt, leider verschlafen…

Geschichtsträchtiger Bichl, Scheibenschlagen und redselige Leut’

Geschrieben von Karin, Dolce Vita Hotels am 12. Februar 2008

Blick nach Schluderns und die BergweltAussicht vom Bichl - König Ortler
Ein besonderes Ritual am schon allein für sich mystischen Ort, dem Tartscher Bühel (wir sagen Tartschr Bichl..), findet jährlich am ersten Fastensonntag (1. Sonntag nach Fasching), statt.  Dieser Sonntag wird im Volksmund auch oft “Holepfannsunnta” genannt.St. Veith  St. Veith am Tartscher BühelDer Tartscher Bühel (1077 m) ist ein kahler, glazial überformter Felsling mit mystischer Ausstrahlung im Obervinschgau, der als kugelige Erhebung überraschend in der sonst gleichmäßig geneigten Malser Haide liegt.  Er ist historisch und botanisch bemerkenswert und bietet eine fantastische Aussicht.
    
BlauSo erzählt ein Besucher des Hügels in der schönsten Nachmittagssonne, daß sich unter dem Hügel eine 1939-1942 gebaute, unvollendete und nie militärisch genutzte Bunkeranlage aus dem 2. Weltkrieg befindet, in der einst 200 Soldaten arbeiten und leben sollten. Sie besteht aus mehreren Eingängen, Schlaf- und Betriebskavernen, Schießständen, endlosen Treppenanlagen und durchlöchert den gesamten Hügel. Die meisten Eingänge sind von Gestrüpp überwuchert und deshalb wohl schwer zu finden. Ausserdem erzählt er stolz, wie er beim Film “Die Freiheit des Adlers” den Adjutanten von Andreas Hofer, verkörpert von Tobias Moretti, gespielt hat und wie die weiblichen Fans andauernd den Moretti busseln haben wollen …

St. Veith Kirche innenWenig später gesellt sich Graf von Trapp, der Besitzer der Churburg dazu und berichtet, daß Karl Perfler, der übrigens auch für die Dolce Vita Hotels 3 spannende und  gleichermaßen mystisch-aufregende Wochen zusammengestellt hat, mit Gästen am Tartscher Bichl zum Scheibenschlagen erwartet wird und vorab ein Konzert in der St. Veith Kirche organisiert hat.

Glühende ScheibeScheibenschlagen

Das Scheibenschlagen ist ein Brauch, bei welchem glühende Holzscheiben aus Zirbenholz mit Hilfe von Haselnuss-Gerten (Gart) von Berghängen ins Tal geschleudert werden.Scheibe im FeuerBegleitet wird die Scheibe mit dem Ruf: „O Reim, Reim! Wem soll die Scheib sein? Dia Scheib und mei Kniascheib sollen der Thresl sein! (der Name wechselt natürlich). Geaht sie guat, hat sie’s guat, geaht si nit guat, soll sie miar und mein Scheibele nicht verübl haben! Korn in der Wann’, Schmalz in der Pfann’, Pfluag in der Eard, schaug, wie mein Scheibele aussireart!“ Hex im Funkenflug
Etwas später wird dann noch die “Hex” - ein Holzkreuz mit Stroh umwickelt, angezündet und bildet damit den Höhepunkt der Veranstaltung.

Solche Momente, wie wir sie selbst erleben, möchten wir auch Ihnen näherbringen!
 

Zeit für …

Geschrieben von Karin, Dolce Vita Hotels am 17. Dezember 2007

Tea Time am Kaminweihnachtliches Naschwerk! Zimtsterne, Spitzbuben und Vanillekipferl, Spritzgebäck, Schokokekse und Lebkuchen, Panettone und dazu ein wohlig-warmer Tee. Überhaupt: Hätten Sie gewußt, warum der Panettone eben so heißt? Das geht auf seinen Erfinder zurück - dem Tonio - seinerzeit Bäcker in Mailand. Sein spezielles Brot mit kandierten Früchten und Rosinen hat er “Il pane di Tonio” getauft. Mit der Zeit wurde daraus der Panettone (großes Brot) und die Vielfalt der Sorten um einige erweitert.

LebkuchenmännchenWie der Lebkuchen zu seinem Namen kam: Das Wort “Lebkuchen” stammt vom lateinischen Wort “libum”. Libum war ein Kuchen, der aus Mehl und Honig bestand. Diese Honigkuchen pflegte man in Rom zu Geburtstagen zu backen und in den ältesten Zeiten selbst den Götterbildern als Speise vorzusetzen. Zucker Frisch aus dem Ofengab es damals noch nicht.Veredelung

Warum man bei den Spitzbuben gleich an die Kekse als an anderes denkt, ist schwer zu sagen. Der Name dieses Gebäcks geht vielleicht an einen spitzbübischen kleinen Nascher zurück, wer weiß? 

Heute werden in den Dolce Vita Hotels Kekse gebacken - es duftet einfach herrlich! Wenn die Spitzbuben dran sind, werde ich mal in der Küche vorbeischaun … heißen sie doch Spitzbuben - da hab ich ein mehr als sicheres Alibi …;-)

Ach noch was: sollten Sie noch ein passendes Weihnachtsgeschenk für Ihre/n Liebste/n suchen - ich wüsste da was … - der schnelle Klick zum Tipp

  

Weinernte - ein besonderer Jahrgang

Geschrieben von Klaus Ladurner, Hotel Preidlhof am 22. September 2007

Die Weinernte oder das “Wimmen” wie man auf gut südtirolerisch sagt hat nun auch bei uns begonnen. Die Trauben für Preidlhofs Edeltropfen dem “Urscheler” wurden geerntet. Mit einer rekordverdächtigen Zuckergradation von 18 Klosterneuburg verspricht der Jahrgang 2007 ein Spitzenwein zu werden. Die geernteten Vernatschtrauben werden mit Blauburgunder und Lagrein verschnitten. Dieser Verschnittanteil wird auch beim bekannten Sankt Magdalener eingehalten und gibt dem Vernatsch einen besonderen Körper und doch eine angenehme Frische. (mehr Bilder…)Weinlese Hotel Preidlhof

3.000 Schafe

Geschrieben von Karin, Dolce Vita Hotels am 3. September 2007

Durch Schnee, Eis und felsiges Gelände

So viele Wollknäuel werden in den nächsten Wochen auf schmalen und unwegsamen Pfaden den Weg nach Hause antreten!
An die 1.500 “Sommerfrischler” werden schon am kommenden Sonntag 09.09.2007 in Kurzras im Schnalstal erwartet, wenn sie den beschwerlichen Heimweg über die Ötztaler Alpen und die “Schöne Aussicht Hütte” meistern.
Der schmale Grat der HeimkehrerWeitere 2.200 werden dann am Samstag, 15.09.07 in Vernagt am Stausee ankommen.
Der Rest der Truppe mit ca. 800 Schafen trifft am 22.09.2007 bei der Penauder Alm im Schnalstal wieder aus den Weiden im Ötztal auf heimischen Boden. Der Schafauf- und Sind alle Schäfchen im Trockenen?Abtrieb gehört schon seit ewigen Zeiten zur Schnalstaler Tradition. Die sommerliche Schafwanderung nach Österreich geht auf einen Weiderechtsvertrag aus dem Jahr 1415 zurück, der bis heute aufrecht erhalten wird. Damals trieben die Bauern ihre Tiere aus Mangel an Weideflächen ins benachbarte Ötztal.

Hoch lebe das Schaf!Alle 3 Schafabtriebe werden mit zünftigen Hirtenfesten gefeiert. Dieses ungewöhnliche Schauspiel lasse auch ich mir nicht entgehen!

Der blaue Schurz

Geschrieben von Karin, Dolce Vita Hotels am 28. August 2007

Immer dabei - der blaue SchurzSeit jeher ist der blaue Schurz (Schürze) Bestandteil der Südtiroler Arbeitsgarderobe. “Ein Mann ohne Schurz ist nur halb angezogen”, besagt ein Sprichwort und der Schurz ist zum Teil heute noch allgegenwärtig und für gar manchen unverzichtbar.
Ursprünglich war der Schurz weiß, zunächst aus Leinen, gegen Ende des 19. Jh. wurde Baumwolle verwendet. Der lange weiße Schurz, mit dem sich die Bauern nach dem Sonntagsgottesdienst auf dem Dorfplatz oder auf den Märkten zeigten, war Ausdruck des Standesbewusstseins. Meist trug ihn nur der Bauer selbst, höchstens noch der Bauernknecht oder der Fütterer, nicht aber der kleine Knecht. Zwischen 1900 und 1950 wurde das “weiße Vortuch”, im Dialekt “Fürtig oder Fürchta” genannt, allmählich vom blauen Schurz abgelöst. Der Schurz diente in erster Linie als Schutz- und Arbeitskleidung, die in jeder Alltagssituation getragen wurde. Daneben erfüllte er noch andere praktische Aufgaben: als Sack, als Säkorb, als Schweiß- oder Handtuch und nicht zuletzt diente das Schurzoberteil (”Pafer” oder “Brüstl”) beim Gang zu den Ämtern und Behörden zum Verstauen von allerlei Papierkram. Oftmals diente der Schurz auch dazu, die Hose oben zu halten.

Ein Hirte auf der AlmErst viel später ist der Schurz mit gestickten Blumen oder einem humorvollen Spruch verziert worden, wie etwa “Lustig und ledig”, “Im Wein liegt die Wahrheit”, oder “Bauer mit Herz” …
Ein aufgedrehter, blauer Schurz bedeutet “Feierabend”: nach getaner Arbeit wird die rechte Ecke vom Schurz zum Rücken gezogen und dort in die Schurzbänder eingedreht, während die linke Ecke vorne nach unten schaut. Diese Eigenheiten und auch die Art des Schurzbindens variiert in den einzelnen Tälern Südtirols.

“Wenn ihr die blaue Schürze seht, ahnt ihr sogleich wer vor euch steht:
Ein Südtiroler! Jederzeit trägt stolz er sie als Ehrenkleid,
Er trägt sie, wenn er wirkt und werkt; wenn er sich zu Tische sitzt, sich stärkt;
Des Festtags und bei Arbeitsruh, zeigt er die Schürze immerzu.
Die blaue Schürze ihn umweht, wenn er im Felde pflügt, eggt, sät,
beim Heuen, bei des Kornes Schnitt geht immer auch die Schürze mit.
Wenn er die Bäume fällt, zersägt, sein Fuhrwerk durch den Wald bewegt,
Zur Alm empor die Kühe treibt, die Schürze nie zuhause bleibt.
Wenn er in Schnee und Eis sich wagt, den Gemsbock sucht und ihn erjagt.
Das Edelweiß am Felsgrat pflückt, die blaue Schürze oft ihn schmückt.
Die Schürze leuchtet froh, sie blinkt! Beim Obst- und Weinbau blau sie winkt.
In ihr kredenzt der Wirt den Wein, schenkt rot, schenkt weiß dem Gast ihn ein.
Ob Handwerker, ob Arbeitsmann, er zieht die blaue Schürze an.
Mit ihr er sich zum Volk bekennt, das Südtirol sein eigen nennt.
Der Bub führt aus sie und der Greis, der um den Sinn der Schürze weiß.
Wer sie trägt, der hat nicht verloren, die Freiheit die mit ihm geboren -
die blaue Schürze heißet auch: Festhalten an der Väter Brauch.
An Mutterlaut und Heimatland, in die der Herrgott ihn gesandt.
Die Schürze bleibt ihm Wappenzier, sein eig’ner Adel bürgt dafür.
Stolz zeigt er sie, ob reich, ob arm, für Südtirol in Freud und Harm.”
(P.P. Rütting)

Südtiroler Burgen und Ritterfestspiele

Geschrieben von Georg Pirhofer, Hotel Paradies am 23. August 2007

Die Schludernser Ritterspiele vom 24. – 26. August 2007

Erleben Sie Südtiroler Brauchtum und Kultur verbunden mit einem schönen Wellness Urlaub.

Zum zweiten Mal finden im Vinschgau- Schluderns die Südtiroler Ritterspiele statt.

Über 1500 Darsteller und Mitwirkende zeigen ein historisches, interessantes Fest von immenser Größe. Auf einem riesigen Festgelände umrahmt von der prächtigsten Naturkulisse die man sich vorstellen kann, dem Ortlermassiv, Burgen und Klöstern präsentiert sich die Geschichte der wohl schönsten Region Südtirols in Form einer Zeitreise mit Ritterturnieren des deutschen und italienischen Hochadels.

 Südtirol Ritterfestspiele

Es werden Nachtkonzerte, Umzüge und zahlreiche Shows aus mittelalterlicher Zeit dargestellt. Kinder bekommen erhalten besondere Aufmerksamkeit und Sie werden sicherlich begeistert sein. Familien und Kinder werden liebevoll mit einem tollen Kinderprogramm umsorgt.
Erleben Sie Historie der besonderen Art auch im Dolce Vita Hotel Paradies. Unser Chefkoch Jonas Prünster hat passend zu den Festspielen für alle Familien und Gäste des Hotels traditionelle, bodenständige Gerichte verfeinert mit mediterranem Flair vorbereitet. Kommen Sie ins Erlebnisparadies!

Brennend’ Liab

Geschrieben von Karin, Dolce Vita Hotels am 21. August 2007

HeimatWarum findet man in Südtirol überall und vorwiegend die rote Geranie/Pelargonium an den Balkonkästen? Sie wird zudem meist nicht als Geranie bezeichnet, sondern als “Brennend’ Liab” (Brennende Lieb). Und wie kommt es, dass der Großteil der “Südtiroler Italiener” deutsch spricht? Hier einige Antworten:

Die Geschichte Südtirols beginnt mit den Verträgen von Saint-Germain im Jahre 1919, in denen diese Region von den Siegermächten des 1. Weltkrieges dem Königreich Italien zugesprochen und damit zur nördlichsten Provinz Italiens wurde. Zuvor war die Region mit dem Tiroler Land (im heutigen Österreich) verbunden und Teil der Habsburger Kaisermonarchie Österreich-Ungarn.
Geschichte SüdtirolAm 21. Oktober 1939 schlossen Hitler und Mussolini ein Abkommen zur Umsiedlung der deutschen und der ladinischen Minderheit in Südtirol. Den etwa 250.000 deutschsprachigen Südtirolern und Ladinern (80% der Wohnbevölkerung) wurde die Option für Deutschland nahe gelegt. Wer in Italien verbleiben wollte, musste die Italienisierung mit Aufgabe von Kultur und Muttersprache in Kauf nehmen.
Die schwierige Wahl zwischen unfreiwilliger Auswanderung und „Dableiben“ wurde Gegenstand heftiger Diskussionen in den Gemeinden und quer durch viele Familien. Die ersten Familien verließen schon 1939 ihre Heimat und bis 1943 waren etwa 75.000 Südtiroler ausgewandert, vorwiegend mit geringem oder keinem Besitz. Nach Mussolinis Sturz erfolgte im September 1943 die deutsche Besetzung Südtirols und Norditaliens, was die Auswanderung beendete.
Nach 1945 kehrte ein Großteil der Reichs-Optanten wieder in ihre Heimat zurück. Da das Gebiet Südtirol auch nach dem 2. Weltkrieg beim italienischen Staat blieb, erhielten jene Optanten, die im Land geblieben waren, nach dem Gruber-De Gasperi-Abkommen wieder die italienische Staatsbürgerschaft.

Die Brennend Liab, welche bis heute viele Höfe und Häuser in Südtirol im Sommer schmückt, wurde ebenfalls zu Propagandazwecken verwendet. In Gedichtform sollte mit diesem Wahrzeichen der Bauern für die jeweilige Seite geworben werden.

Version der Dableiber:
Am Erker blühet wie immer
Die leuchtende “Brennende Lieb”
Die Treue zur Heimat war stärker,
Wie jauchzen wir, dass sie uns blieb.
O blühe und leuchte Du Blume -
Ein Zeichen der Treue Du bist!
Und künde, dass Glaube und Heimat
Das Höchste für uns ist.

Version der Optanten:
So reißet vom sonnigen Erker
Die letzte brennende Lieb;
Die Treue zu Deutschland war stärker,
Das heiligste, was uns blieb.
Wir nehmen sie mit im Herzen,
Für andere dereinst Symbol;
Sie stille des Heimweh Schmerzen:
Leb wohl, du mein Südtirol!
 
Geranien oder Brennende Liab

Der Ritter von Juval

Geschrieben von Karin, Dolce Vita Hotels am 20. August 2007

Schloss JuvalJa, so manch schaurige Geschichten finden sich in Sagen- und Märchenbüchern. So gibts auch über Reinhold Messners Schloß Juval eine unheimliche Begebenheit zu berichten. Und so steht geschrieben: ”In der Umgebung von Schloss Juval breiten sich einige Bauernhöfe aus, die einst zur Burg gehörten. Auf einem der Höfe, vermutlich auf Unterortl, ging es lange Zeit recht unheimlich zu. Ein schwarzer Ritter erschreckte manchmal zur Nachtzeit die Bewohner. So geschah es einmal, daß der Bauer vom Kastelbeller Markt noch nicht heimgekehrt war, und die Bäuerin mit den drei Kindern zu später Stunde noch am Ofen saß und auf den Mann wartete.
Mystik purDa trat plötzlich ein schöner, schwarzgekleideter Ritter mit drei Flaschen in der Hand lautlos in die Stube, nahm stillschweigend einen Becher, der auf dem Tisch stand und füllte ihn mit Wein. Diesen bot er der Frau an. Erschrocken und mißtrauisch lehnte sie ab. Da reichte er den Wein den Kindern, denen der köstliche Trank mit jedem Schluck besser schmeckte. Während die Mutter hilfesuchend und ratlos daneben saß, tranken sie bis alle drei Flaschen geleert waren. Beim letzten Tropfen verwandelte sich der Ritter in eine schneeweiße Gestalt. Eingehüllt in einem hellen Lichterschein verschwand er, nachdem er sich für die Erlösung bedankt hatte.”
Mittlerweile ist Unterortl ein bekanntes Weingut, welches durch exzellente Weine auf sich aufmerksam macht. Diese Weine finden Sie auch auf den Weinkarten aller 5 Dolce Vita Hotels! Den schönen schwarzen Ritter sieht man heute nur noch, wenn man zu viel von dem leckeren Wein getrunken hat … - wahr oder nicht - … weiß mans?Mystisches Juval

Brot mit Geschichte - das Vinschger Paarl

Geschrieben von Karin, Dolce Vita Hotels am 17. August 2007

Brotrahmen in alter StubeDie Geschichte des Brotes im Alpenraum beginnt mit Brotfunden aus dem 4. Jahrtausend in der Schweiz. Aus Südtirol gibt es Belege für Spelzgerste und Einkorn bereits aus dem Neolithikum. Die Römer bauten in Südtirol Weizen, Gerste, Roggen und Hirse an, wobei sich vor allem Roggen als widerstandsfähiges Korn durchsetzte. Bedingt durch das raue, aber relativ trockene Klima und durch die Abgeschiedenheit der bäuerlichen Hochsiedlungen, entwickelte sich in Südtirol schon im angehenden Mittelalter eine eigene Art der Vorratswirtschaft. Eine der gängigsten Brotsorten im Mittelalter war das „Vinschger Paarl“.
Kloster Marienberg im VinschgauDas “Ur-Paarl nach Kloster Art” ist die ursprüngliche und älteste Variante des “Vinschger Paarls”, des typischen schmackhaften Brotes aus dem Vinschgau aus dunklem Roggenmehl. In der traditionellen Form werden - wie der Name bereits andeutet zwei rund geformte flache Laibe zu einem “Paar” vereint.
Das Originalrezept gehört den Benediktinermönchen des Klosters Marienberg (oberhalb von Burgeis), und die Bäcker, die sich an ihre Anweisungen halten, stellen das Ur-Paarl mit natürlicher Hefegärung aus Roggenmehl her.

Genuss in den Dolce Vita HotelsAuch heute noch findet man an verschiedenen Bergbauernhöfen den typischen Brotbackofen neben dem Bauernhaus. Vielfach wird dort noch 2-3mal jährlich eine große Menge an Vinschger Paarlen gebacken, die dann in der Vorratskammer aufbewahrt werden. Zum Trocknen wurden die Paarlen in den Brotrahmen geschichtet, geschnitten wurden die harten Paarlen dann in der Gramml (ugs. Gromml).

Das Vinschger Paarl darf bei einer zünftigen Marende nicht fehlen, aber auch in getrocknetem Zustand ist es Basis herrlich schmackhafter Gerichte, wie z. B. für die Vinschgauer Brotsuppe.

Geschichtlichen Überlieferungen zufolge wurden früher nach Beerdigungen beim “Leichenschmaus” nur halbe Paarlen gereicht.

Wöchentlich eine Laurentiusnacht für Verliebte

Geschrieben von Klaus Ladurner, Hotel Preidlhof am 15. August 2007

 romantik4.jpgromantik6.jpg
Die Nächte um den 10. August sind bei Verliebten wegen der glühenden Sternschnuppen beliebt.  Um dieses einmalige Erlebnis von Kuschlen in einer lauen Sommernacht nicht auf ein Mal pro Jahr zu beschränken,   organisieren wir 1 x wöchentlich einen “Romantik Wellnessabend”:  Die gesamte Poolanlage im Freien ist bis 23.00 Uhr in Betrieb und romantisch mit Kerzen und Fackeln beleuchtet:  Kuscheln zu zweit im 34 Grad warmen Whirlpool unterm Sternenhimmel, im blau beleuchteten 31 Grad warmen Panoramapool, die dunklen Schatten der Gebirgsketten beobachten  und das mystische Farbenspiel der Kristallgrotte zu zweit genießen. Eine etwas andere Art Wellness zu erleben …. (mehr)
romantik2.jpgRomantik Wellness

Wie das Wetter am Himmelfahrtstag…

Geschrieben von Karin, Dolce Vita Hotels am 13. August 2007

Herrliche Temperaturen… so der ganze Herbst sein mag. Dies besagt eine alte Bauernregel. Den Prognosen zufolge dürfte somit auch der Herbst eine grandiose Jahreszeit werden. Das Hydrographische Amt in Bozen sagt Temperaturen bis 31 ° voraus.

Maria Himmelfahrt wird auch “Hochunserfrauentag” genannt und ist das älteste Marienfest der katholischen Kirche. An diesem Tag werden Kräutersträuße geweiht, da der Legende nach bei der Öffnung des Mariengrabes Blumen anstatt ihres Leichnams gefunden wurden. Zu einem großen “Frauenbuschn” gehören 72 Pflanzen, zu einem kleinen mindestens 7. Himmelbrand (Königskerze), Frauenschuh, Wegwart, Brennende Liebe, Rauten, Johanniskraut, Wohlgemut, Edelweiß, Minze, Kamille, Saturei, Donnerkugeln (Stechapfel), Tausendguldenkraut, Wermut, Karbendl, Sinngrün um nur einige zu nennen.Kräuter pflücken

Die gedörrten Weihkräuter sammelt die Bäuerin in einer Schachtel, wo auch die gesegneten Palmkätzchen aufbewahrt sind, und gibt sie in einen Kasten, um sie gleich bei der Hand zu haben, denn sie streut davon in die Herdflamme, so oft gefährliche Gewitter aufziehen als Schutz gegen Hagel und Blitz; wenn der Bauer räuchernd durchs Haus geht, mischt man davon darunter; bei Krankheiten von Mensch und Vieh wird die Schachtel hervorgeholt, für die Leute bereitet man einen Kräutertee, dem Vieh mischt man die Kräuter in das Futter. BlumenwieseBergkräuter und Wetter