Südtiroler Wein: „noch nie eine so frühe Weinlese erlebt“
Geschrieben von Joachim Nischler, Lindenhof am 1. September 2007
Wimmen voll im Gange – Gradation von bis zu 20 Grad – „es sollte trocken bleiben“
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Eppan – Ruländer, Weißburgunder, Chardonnay und Sauvignon bei den weißen Weintrauben sowie Blauburgunder bei den roten Weintrauben machen den Anfang: Seit dieser Woche wird in Eppan, der größten Weinbaugemeinde des Landes, gewimmt. Die Trauben zeichnen sich von sehr guter Qualität aus. Entscheiden wird aber der weitere Witterungsverlauf sein. „Es sollte trocken bleiben“, meint der Kellermeister der Kellerei St. Michael und Freund des Lindenhofes Herr Hans Terzer.
Die Weinlese ist heuer im Vergleich zu einem durchschnittlichen Vegetationsjahr rund zwei bis drei Wochen früher angelaufen. „Die Trauben sind nun reif. Wir haben bis jetzt ein gesundes Traubenmaterial mit einer sehr guten Zuckergradation“, sagt Terzer. Hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist indes die Erntemenge. „Heuer werden generell weniger Trauben geerntet werden – besonders in den südeuropäischen Länder aufgrund der dortigen Trockenheit“, so Terzer, der dafür ein Anziehen der Preise im Engrosmarkt prognostiziert.
Die Trauben haben laut Terzer eine Zuckergradation von bis zu 20 Grad Klosterneuburger Mostwaage (KMW). So variieren die angelieferten Sauvignon Trauben zwischen 18 und 20 Grad, die Ruländer Trauben zwischen 19 und 20 Grad und die Blauburgunder Trauben zwischen 18,5 und 20 Grad.
Entscheidend für die Qualität der heurigen Ernte wird aber der weitere Witterungsverlauf sein. „Es sollte trocken bleiben“, sagt Kellermeister Hans Terzer.
Bei unserem Nachhaken beim Südtiroler Weinpapst und Freund von Joachim Nischler, Herrn Peter Dipoli, bezüglich der Frühen Ernte sagte dieser: „Keine Angst zwecks der vorgezogenen Ernte, denn auch das Ausblühen der Reben erfolgte um exakt 2-3 Wochen früher. Somit ist die physiologische Reife durchwegs gegeben und der Wein kann wirklich gut werden. Weiteres werden wir doch auch bei deiner Weinwoche im Lindenhof besprechen und testen können. Bis dahin haben wir die ersten Kellerproben“
Übrigens besuchen wir im Rahmen der Rennradwoche im nächsten Jahr den Keller von Peter Dipoli im Weindorf Neumarkt.
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14. Februar 2009 um 07:33
Ob nun früh oder spät, beim Südtiroler Wein ist es wie bei den Äpfeln…er wird immer gut.