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Bio - logisch?!

Geschrieben von Georg Pirhofer, Hotel Paradies am 29. Februar 2008

WAS HEISST in Südtirol EIGENTLICH “BIO”?
Bio wird immer wichtiger, d.h. Naturbelassenheit, Nährstoffreichtum und Schadstoffarmut werden zunehmend zum Einkaufskriterium augeklärter, anspruchsvoller Verbraucher sowie den Dolce Vita Hotel Chefköchen!
In Südtirol gibt es etwa ca. 300 biologisch wirtschaftende Bauern. Alle müssen volgende Grundsätze einhalten:

  • keinerlei chemisch-synthetische Spritzmittel (Insektizide, Fungizide, Akarizide) verwendet werden;
  • ohne Unkrautvernichtungsmittel (Herbizide) gearbeitet wird. Stattdessen wird der Boden gezielt mechanisch bearbeitet;
  • die Anwendung von Kunstdünger verboten ist. Stattdessen wird sorgfältige Kompostwirtschaft betrieben, werden organische Düngemittel eingesetzt und der Boden gezielt gelockert.

Alle Mitglieder sich verpflichten, die jeweiligen Anbau und EU-Richtlinien einzuhalten, was mindestens einmal im Jahr durch vereinsinterne und EU-Betriebskontrollen überprüft wird.Wie werden Bio-Lebensmittel in Südtirol gekennzeichnet?
Die Begriffe “biologisch” und “ökologisch” sind laut EU-Bio-Verordnung (EGVO 2092/91) geschützt und dürfen nur für entsprechend angebaute und kontrollierte Bio-Lebensmittel verwendet werden. Auf dem Etikett kann also z.B. “Biologischer” oder “ökologischer” Anbau, “kontrolliert biologisch/ökologisch” oder Abkürzungen wie “Bio” oder “Öko” stehen.Für Lebensmittel, die aus mehreren Zutaten zusammengesetzt sind, gilt folgende Kennzeichnungsregelung:

  • Besteht das Produkt zu 95% aus Bio-Produktion, darf die Bezeichnung “Biologisch” bzw. “Ökologisch” geführt werden.
  • Sind weniger als 95%, aber mindestens 70% der Zutaten ökologisch erzeugt, dürfen diese in der Zutatenliste als solche gekennzeichnet werden - in der Regel mit einem Sternchen und einer Fußnote.

Worauf sollten VERBRAUCHER/INNEN in Südtirol ACHTEN?

  • Bevorzugen Sie Obst und Gemüse aus dem einheimischen biologischen Anbau. Sie unterstützen damit nicht nur die Südtiroler Bio-Landwirtschaft, sondern leisten auch einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz (z.B. Transportverminderung).
    Biologische Landwirtschaft in Südtirol

Biobetriebe 300
Baumschulen + Gärtnerei 7
Bioflächen  
Obstbau 470 ha
Beerenobstbau 4 ha
Weinbau 36 ha
Gemüsebau 29 ha
Wiese + Weide 1.870 ha


Quelle: Infoblatt EA01 Vom Ministerium für wirtschaftliche Aktivitäten (MAP) mitfinanziertes Projekt